Die Bandbreite bei Versatel ist reiner Zufall und nicht garantiert.
Bandbreite bei Versatel, mehr Schein als sein.
Um darauf hinzuweisen
das es sich nicht um eine Störung handelte schrieb ich
drei weitere Mails an die mir bekannte Adresse. Keine
Antwort. Darauf hin schrieb ich eine Mail an den
"Kundenservice" und schilderte noch einmal das
Problem. Siehe da ich bekam eine Antwort. Allerdings
wieder mit dem Hinweis auf technische und
Serverprobleme. Mir alles hinreichend bekannt. Ich erklärte
in meiner Antwort wiederum das ich nicht gewillt sei für
läppische 5 MB Bandbreite durchschnittlich 40 Euro zu
bezahlen und bat darum den Vertrag vorzeitig kündigen
zu können. Eventuell wäre ich auch mit einer Senkung
der monatlichen Gebühren einverstanden gewesen. Mein
Hinweis darauf das bei ALICE für den Anschluss unserer
Adresse eine Bandbreite von 8 ~ 12 MB (8 MB garantiert)
und das für lediglich 19,0 Euro pro Monat (!) war wohl
zuviel. Es folgte die Antwort des
"Kundenservice":
Guten Tag Herr
.......,
vielen Dank für Ihre Nachricht. Diese hat die
Bearbeitungsnummer XXXXXXX
Gerne haben wir Ihr Anliegen erneut geprüft. Wie
bereits mitgeteilt, können Down- und
Upstreamgeschwindigkeiten durch verschiedene technische
und physikalische Gegebenheiten variieren. Eine
bestimmte Zugangsbandbreite kann daher nicht garantiert
werden. Bitte beachten Sie hierzu unsere
Leitungsbeschreibung, dass wir Ihnen einen DSL-Anschluss
mit einer Bandbreite bis zu 16 Megabit pro Sekunde
bereitstellen.
Laut der *aktuellen Leistungsbeschreibung Ihres Produktes
Pure DSL 16000 kann die Bandbreite zwischen
minimal 256 Kilobit
pro Sekunde und maximal 16000 Kilobit pro Sekunde
variieren. Somit liegen die Werte in den vertraglich
zugesicherten Leistungsparametern.
Wir bitten um Verständnis, dass wir daher einer
vorzeitigen Kündigung nicht zustimmen können.
Wir wünschen Ihnen einen schönen Tag.
i.A. xxxxxx
Kundenbetreuung
*aktuelle Leistungsbeschreibung
Februar 2011. Da kann man nur hoffen das in der nächsten
Leistungsbeschreibung die Mindestgeschwindigkeit nicht
nach unten auf 56 kBit/s abgesenkt wird.
Noch Fragen? So kann
man sich aus der Affäre ziehen. Sagenhafte 256 kBit/s
sind garantiert! Soll heißen, hätte Versatel die
Technik der 80er Jahre oder sonstige Probleme und könnte
somit lediglich eine
Modemgeschwindigkeit vergangener Tage bieten hätte ich eben Pech gehabt.
40 Euro für 256 kBit/s ! Ich habe mittlerweile den
Vertrag fristgerecht gekündigt und werde dann einen
neuen Anschluss bei ALICE beantragen. Macht unterm
Strich ca. 250,- Euro pro Jahr gespart!
Anscheinend hat Versatel
genug Kunden und kann hier und da auch auf einzelne
verzichten.
Heute ist es
technisch durchaus möglich vor einem
Vertragsabschluss die maximale Bandbreite für
eine konkrete Adresse zu messen und dem Kunden
die tatsächlich mögliche Geschwindigkeit zu
nennen. Das wäre aber betriebswirtschaftlich
für die Anbieter uninteressant da jede Menge
potenzielle Kunden wegfallen würden bekämen
sie den Hinweis: z.B. „über 6 MB geht nix.
Der Kunde hätte dann aber auch die
Möglichkeit sich für einen preiswerteren
Tarif zu entscheiden. Man schreibt lieber bis zu 16 MB, hört sich
besser an und es kommt auch mehr in die Kasse, auch wenn der Anbieter genau weiß
das die Bandbreite bei der konkreten Adresse
nie erreicht werden kann. Die Aussage von
Alice zwischen 8 und 12 MB ist realistischer
da der Kunde darauf hingewiesen wird es könnte
eine Bandbreite auch nur mit 8 MB möglich
sein. Diese ist allerdings die unterste Grenze
die aber garantiert wird.
Erst zahlen? Katze im
Sack kaufen ....
Auch sehr
beiliebt, z.B. Telekom, erst einen Vertrag
abschließen lassen und dann erst die
tatsächlich mögliche Geschwindigkeit
mitteilen:
"...
Die Verfügbarkeitsprüfung bietet eine unverbindliche Prüfung Ihres Anschlusses. Erst bei der konkreten Bestellung und anschließenden Realisierung kann eine verbindliche Netzprüfung durchgeführt werden. Im Laufe der Bestellung werden Sie gebeten, erneut Ihre Rufnummer und zusätzlich Ihre Kundennummer einzugeben. Dies geschieht zu Ihrer Sicherheit."
Das ist genau
so paradox wie man kauft verbindlich ein Auto
und bekommt erst dann mitgeteilt wie schnell
dieses fährt. Damit wäre wohl kaum ein Kunde
einverstanden. Komischerweise funktioniert eine
ausweichende (im Fachjargon
"unverbindliche") Auskunft in Sachen
Internetverbindung aber bei fast allen Kunden
die einen Telefonanbieter suchen.
Auch bei 1 & 1 gilt: mit gilt
"Internet-Flat mit bis zu 16.000 kBit/s". Allerdings ist
nicht festzustellen was die Untergrenze ist.
Dieser Hinweis ist zu lesen:
"....Sollte sich bei der Auftragsbearbeitung im Einzelfall eine abweichende Geschwindigkeit ergeben, nehmen wir umgehend Kontakt mit Ihnen auf. Sie können dann in einen günstigeren DSL-Tarif wechseln oder Ihren Auftrag kostenfrei
stornieren".
Unklar ist: "abweichende Geschwindigkeit",
wovon, oder von/ab welcher Geschwindigkeit?
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