Von den Änfängen bis in unsere heutige Zeit. Geschichte der Entstehung und Entwicklung  Essens. Stadtgeschichte die eine bewegte Zeit wiederspiegelt.

Essen an der Ruhr um das Jahr 1900

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01.08.2003

Essen Ruhr, Chronik der Stadtgeschichte 600 ~ 2000

Stadtgeschichte Essen an der Ruhr

Frühzeitige Besiedlungen in Teilen des Essener Stadtgebietes sind belegt. Funde in einigen Vororten erhärten diese Tatsache. Im Zuge der Industrialisierung wurden leider eindeutige Beweise rücksichtslos und unwiederbringlich zerstört, weil zu dieser Zeit nicht geschichtliches Interesse sondern die Verbesserung persönlicher Lebensumstände maßgebend waren. Aus heutiger Sicht sehr bedauerlich. Ausgrabungen z.B. in Burgaltendorf erbrachten nicht nur Siedlungsspuren aus vorrömischer Zeit, sondern auch Keramikfunde germanischer Herkunft aus dem 1. Jahrhundert nach Christi. In Kettwig wurden 1954 die Reste eines germanischen Brandgrabes aus der zweiten Hälfte des 1. Jahrhunderts nach Christi gefunden. In Überruhr Hinsel fand man auf einer Fläche von einem Quadratkilometer eine Siedlung des germanischen Volksstamms der Brukterer aus dem 2. bis 4. Jahrhundert mit mindestens 12 Bauten, zahlreichen Siedlungsgruben und einem sogenannten "Rennofen" in dem einheimisches Eisenerz verarbeitet wurde, sowie zahlreiche Gegenstände aus der römischen Kaiserzeit. Da Essen zur Zeit der Römer in dem sogenannten freien Germanien (Germania libera) rechts des Rheines lag, ist aus römischen Aufzeichnungen, bis auf die Tatsache das die Römer den Heissiwald durchquerten, nichts weiter bekannt. Von dem Wort Heissi stammt der Name Heisingens. Entlang der Ruhr sind die Funde sehr zahlreich jedoch auch im heutigen Essener Norden z.B. in Dellwig wurden Glasarmringe keltischen Ursprunges aus der Zeit um 250 v. Christi gefunden. Weitere Funde aus römischer Zeit in Freisehnbruch, Steele, Vogelheim und der Innenstadt zeigen das Essen durchaus mit einer großen Dichte von germanischen Siedlungen versehen war. Ein Beweis für Siedlungen sind Gräber und Gräberfelder.


Schwertfund 1875

In Altenessen auf dem Gelände der Zeche Helene wurde 1875 ein Gräberfeld aus dem 6. Jahrhundert (fränkisches Reich) entdeckt. In einem der Gräber fand man Schwerter die dem Besitz eines Adeligen zu zuordnen sind. Die Funde sind im Ruhrland Museum zu besichtigen. Das Gräberfeld wurde ca.150 bis 200 Jahre lang genutzt.

Leider gibt es keinerlei Aufzeichnungen welche Aussagen über die Zeit vor 800 machen. Sehr wahrscheinlich ist das solche Aufzeichnungen jedoch existierten. Die Zeit um den Anfang des 7. Jahrhunderts war durch viele kriegerische Auseinandersetzungen geprägt. Im Jahr 692 drangen z.B. die Sachsen in die von Brukteren besiedelten Gebiete ein und vertrieben die Bevölkerung (vermutlich waren auch Brandschatzungen an der Tagesordnung)  Des weiteren gab es kriegerische Auseinandersetzungen und Aufstände (z.B. 793/794 die Zehntaufstände) bis zum Ende des 8. Jahrhunderts (Karl der Große konnte 775 das Land zwischen Ruhr und Lippe wieder dem fränkischen Reich zuschlagen). Auch bei verheerenden Bränden (z.B. 936) können aussagekräftige Dokumente vernichtet worden sein. Die Gründung der Stadt Essen wird mit Liudgers Landerwerb 18.01.799 und der Gründung des Klosters Werden (801) in Zusammenhang gebracht, ist aber viel weiter zurückzudatieren. Als Liudger das für sein Vorhaben erforderliche Land erwarb (eine Schenkung von jemandem Namens Hludwin) existierte bereits ein Ort oder eine größere Siedlung mit dem altsächsischen Ortsnamen >Astnithi< (siehe unten), welcher schon mindestens 200 Jahre vor Liudgers Erscheinen gebräuchlich gewesen sein dürfte, in der Gegend zwischen Stoppenberg (ursprünglicher Name Stufenberg) und Altenessen (Gräberfeld). Der Vorort RELLINGHAUSEN: Nach Essen Werden ist Rellinghausen der 2. älteste Vorort. Zwei Zeugnisse aus früherer Zeit, als der Ort noch Ruodlinghus genannt wurde, gibt es. Eine Urkunde vom 15.Januar 947: König Otto I. mit einer Rückschau auf das Jahr 860 bestimmt das die Adelsfamilie Eggihart und Rikilt mit ihrem Besitz und der Kirche zum hl. Lambertus gegenüber dem Essener Hochstift selbstständig bleiben solle. Eine weitere Urkunde stammt aus dem Jahre 943: Erzbischof Wigfried von Köln weist die Zehntschenkung von Rolinghuson, Bergerhausen und Vöcklinghausen dem Kloster St. Liudgers in Werden zu. Die Gründung des Stiftes Rellinghausen ist erst später überliefert. In einer beglaubigten Abschrift, von drei Essener Kanonikern bestätigt, gibt es die Auskunft, dass die Äbtissin Mathilde einen Konvent junger Frauen in Rellinghausen zur Ehre des hl. Kreuzes und des Bischofs Lambert gegründet hat. Viele wertvolle Gegenstände aus der Essener Stadt und Kirchengeschichte wurden in den Wirren des 30 jährigen Krieges in alle Herren Länder verstreut ein Großteil befindet sich in schwedischem Besitz. Anfang des 19. Jahrhunderts, durch die Annektion Essens durch Preußen, verschwanden wiederum wertvolle Gegenstände und Schriften, die heute zumeist in Berlin zu finden sind. Diese, für unsere Stadtgeschichte wichtigen und bedeutungsvollen Relikte wären sicherlich bei uns besser aufgehoben.

     
Marktprivileg 1041 Steinplattengrab  
Abtei in Werden Madonnenfigur Marktprivileg von 1041 Steinplattengrab Vogelheim 

   801 Missionar Liudger gründet das Kloster Werden
   852 Bischof Altfried v. Hildesheim gründet das Stift Essen

   938 König Otto hält Hoftag in Steele

  947 Stift Essen  Zollbefreiung durch König Otto I.
   993 König Otto III in Essen
1041 König Heinrich III in Essen, Essen erhält Marktrecht
1225 Der Vogt von Essen erschlägt den Erzbischof von Köln
1244 Bau der Stadtmauer, Stadtrecht
1290 König Rudolf I bestätigt dem Stift die Landeshoheit über die Stadt
1317 Erste Erwähnung der Steinkohle in Essen
1336 Essen wählt den Bürgermeister selbst
1377 Kaiser Karl IV in Essen, Essen wird Reichsstadt
1380 Essen hat nun ca. 3.000 Einwohner
1400/01 Erstmals die Pest in Essen
1438 Essen brennt zur Hälfte ab
1561 Einführung der Reformation
1580 Essen hat ca. 4.000 Einwohner
1584 Essen wird von den Spaniern besetzt
1587 Arndt Krupe zieht von Holland nach Essen (später Krupp)
1620 Die Essener Schmiede produziert 14.000 Gewehre und Pistolen
1628 Die Äbtissin ergreift mit Hilfe italienischer Soldaten wieder von der Marktkirche
Besitz und setzt den evangelischen Magistrat ab
1662 Die Äbtissin lässt die Stadt von Bauern stürmen
1738 Die erste Essener Zeitung erscheint
1757 Das erste eisenschaffende Werk im Ruhrgebiet
1775 821 Häuser in der Stadt, Franz Dinnedahl wird in Steele geboren
1780 Die Ruhr wird schiffbar gemacht
1802 Preußen annektiert Essen und Werden
1803 Franz Dinnendahl baut in Essen die erste Dampfmaschine Deutschlands
1809Die erste Förderdampfmaschine des Ruhrgebietes wird in Essen in Betrieb
genommen, der Tiefbau wird aufgenommen
1811 Friedrich Krupp gründet die Gusstahlfabrik
1813 Essen wieder preußisch
1816 Krupp stellt zum ersten mal Gusstahl her
1826 der erst 14 jährige Alfred Krupp übernimmt die Gusstahlfabrik,
Franz Dinnedahl stirbt
1838 Die Kohleförderung unter der Mergelschicht * beginnt.
1838 Der preußische Staat übernimmt Essens Schulden aus dem 30 jährigen Krieg
1840 Die Kohleförderung in Essen liegt bereits bei 529.000 Tonnen
1851 Weltausstellung in London, Krupp wird berühmt
1852 Krupp erfindet den nahtlosen Radkranz für die Eisenbahn
1859 Erster preußischer Kanonenauftrag an Krupp
1860 Kohleförderung, für die damalige Zeit, sagenhafte 2,2 Millionen Tonnen
1861 König Wilhelm bei Krupp
1862 Erste Eisenbahn in Altenessen
1864 Bismarck bei Krupp. In dessen Gusstahlfabrik arbeiten mittlerweile
22 % der Essener Bevölkerung
1872 Der erste Streik in Essen und erste Eisenbahn in Werden
1884 Brahms dirigiert in Essen
1887 Alfred Krupp stirbt
1892 Stadttheater in Essen eröffnet
1896 100.000 Einwohner, Essen wird zur Großstadt
1902 Am 07.03. wird der Schauspieler Heinz Rühmann in Essen geboren
1912 Krupp feiert seine 100 jährige Firmengeschichte
1914 337.000 Einwohner
1920 Bürgerkrieg in Essen
1922 Folkwang Museum eröffnet
1923 Die Franzosen besetzen das Ruhrgebiet. 13 Krupparbeiter werden erschossen
1929 Essen wird zur 7. größten Stadt Deutschlands
1930 Die Kohleförderung beträgt mittlerweile 14,5 Millionen Tonnen
1943 Bei den schweren Bombenangriffen werden das Münster und
die Marktkirche zerstört
1946 - 1950 Demontagen bei Krupp (Reparation)
1950 Die erste Lichterwoche
1963 Essen ereicht mit 731.000 Einwohnern die höchste Einwohnerzahl
in der Stadtgeschichte
1965 Bundesgartenschau (Gruga)
1967 Alfried Krupp stirbt
1986 Zollverein schließt, Essen ist keine Bergbaustadt mehr
2003 Die Einwohnehrzahl liegt bei 585 481, Tendenz fallend

Mergelschicht *

Direkt über der Kohle lagerndes, hartes Gestein aus Ton und Kalk, stark wasserführend. Beim Durchstoßen entstehen Wassereinbrüche in die darunter befindlichen Kohleschichten. Abbau der Kohle nur durch abpumpen des Wassers mittels Dampfmaschinen betriebener Pumpen möglich. (Dinnendahl)


Der Name: Erste altsächsische Form vor dem 8. Jahrhundert >Astnithi (Ort im Osten)  >Asnide (Asnidensis) > Essinde >Essen. Das Stadtwappen:  zuerst nur das Wappen mit dem Schwert. Das Schwert weist auf die beiden Stiftsheiligen Cosmos und Damian hin, die (der Sage nach) den Märtyrertod durch das goldene Prunkschwert erlitten haben sollen. Im Laufe des 18. Jahrhunderts öfter in Kombination mit dem Reichswappen. Ende des 18. Jahrhunderts, beide Schilde unter einer Fürstenkrone.  

Stadtwappen


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